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Trotzdem irgendwie angefixt...

Vor zwei Wochen schrieb ich im letzten Blog-Beitrag von ersten, schüchternen,

Gehversuchen in der AI-Welt. Mittels "Midjourney" probierte ich mich vorwiegend an Portraits aus. Kurze Zeit später kam die Version 5 von Midjourney raus, und diese hat es in sich. Waren bei der Version 4 die Augen oftmals nur mit extrem genauen und präzise auf die Augen gerichteten Promts brauchbar, so verbesserte sich dies in Version 5 schlagartig. Natürlich wurden auch viele weitere Dinge noch einmal deutlich besser. Vor allem die Hände haben nun des Öfteren fünf, und nicht vier oder sechs Finger.

Mit der V5 wurde ich nun auch etwas frecher im Umgang mit der KI. Es blieb, wie sollte es anders sein, nicht bei Portraits.









Nun ja, ich finde die Bilder auf den ersten Blick atemberaubend. Als Profi, welcher tagtäglich mit Bildern zu tun hat, interessiere ich mich natürlich für die Einsatzmöglichkeiten solcher von der KI erstellten Bilder. Nach dem obligatorischen hochrechnen der Daten sehen diese im 100%-Modus definitiv nicht wie Kamera-Bilder aus. Am ehesten vielleicht noch vergleichbar mit einzelnen Handy-Aufnahmen älterer Handys. Mit einigen Filtern, etwas Retusche und farblichen Anpassungen lassen sich die Bilder aber meist sehen - zumindest für den Web-Gebrauch oder als Bestandteile eines Bildes.


Bestandteile eines Bildes? Ja! Ich hatte die Idee, wie dies andere Postproduktioner vor mir auch schon getestet haben, AI-Bilder mit CGI zu kombinieren. Nach einigen Versuchen, welche nicht passend waren, habe ich doch noch ein paar Bilder hingekriegt, welche so - zumindest für Web, funktionieren würden.





Was nun? Ich gehe nicht davon aus, dass AI-Bilder die Arbeit der Fotografen im Ganzen abnehmen wird. Die KI lernt zwar laufend und in grossem Tempo hinzu, aber um an die Bildqualität schon nur einer gängigen Kleibild-Kamera zu kommen, dürften noch einige Versionen notwendig sein. Die Frage ist, braucht es heute diese Qualität der Daten noch? Für Web-Anwendungen ist diese Qualität nett, aber man wird sie in den wenigsten Fällen sehen. Anders sieht dies im Print aus. Wenn ich sehe, dass auf gedruckten Plakaten einer Drohnen-Aufnahme mit einer 100MP-Kamera, aus mehreren hundert Metern Entfernung fotografiert teilweise noch Schriftzüge auf Eisenbahn-Lokomotiven lesbar sind, dann sind wir mit der KI noch ganz weit weg.

Trotzdem freue ich mich schon jetzt auf die noch folgenden Versionen bei Midjourney. Ich werde auch weiter dran bleiben und schauen wie sich diese Technik sinnvoll nutzen lässt. Eines ist klar - verschwinden wird sie wohl nicht mehr...

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